Anfüttern
fängiger Angelteig
Blinker retten
Vorfächer aufbewahren
Wirbel aufbewahren
weit werfen
Umspulstation

Startseite> Angelsport> Angeltipps
 
 
Angeltipps
 

Meine Methode, einen Haken anzubinden. So klappt das sicher auch mit verbundenen Augen. Man muss nichts durchfädeln oder verknoten und das geht mit winzigen Haken genauso gut wie mit dem großen Haken im Film. Den habe ich nur zur besseren Anschaulichkeit etwas größer gewählt.

Das Zittern ist ein essentieller Tremor, zum Glück kein Parkinson.

 

 

Anfüttern, Futtermischung
 


Hier mal mein Tipp zum Anfüttern: Ich nehme nur Semmelmehl / geriebene Semmel zum Beispiel aus dem ALDI ohne was dazu, am Wasser mische ich dann im Eimer noch wenig Maden hinein.
Bei starker Strömung werden einige Scheiben frisches Toastbrot in Wasser eingeweicht, ausgedrückt und unter das Futter gemischt, dann klebt es ein wenig. Das Brot sollte aber nur noch Brei sein, keine Flocken, sonst sagen die Fische nach einiger Zeit: "Danke, lieber Angler, wir sind jetzt satt."

Von Duftstoffen halte ich nichts, wichtig ist die Wolke. Das Futter muss so beschaffen sein, dass es zum Maul hinein und zu den Kiemen wieder raus schwimmt, also nur Appetit macht bzw. Interesse weckt. Bei kaltem Wasser füttere ich weniger, bei warmem Wasser mehr an.

Wenn mein Futter zu leicht ist und zu schnell von der Strömung weg geschwemmt wird, mische ich Erde von Maulwurfshügeln darunter, bis jetzt habe ich meistens in der Nähe des Angelplatzes solche Hügel gefunden. Wenn man einen solchen Haufen mal untersucht, wird man feststellen, dass diese Erde an Feinheit kaum zu übertreffen ist. Dazu kommt, sie stammt aus der Nähe der Angelstelle, ist also (geschmacklich) unverdächtig.

Und noch ein Tipp: Wenn es gerade gut beißt und das Futter alle ist, macht es auch nur die reine Erde, denn wie gesagt, wichtig ist die Wolke.

 

 

Mein Rezept für fängigen Angelteig
 

Ein altes Brötchen weiche ich in Wasser ein und drücke es nachher leicht aus. In einer Schüssel gebe ich 2 Esslöffel Zucker, 2 Esslöffel Gries und 1 Esslöffel Rapsöl dazu. Ich stelle mir Mehl dazu bereit. Die Zutaten werden intensiv mit der Hand verknetet. Mit der vorsichtigen Zugabe von Mehl stelle ich die Konsistenz ein. Es soll ein eher weicher Teig entstehen, denn er wird nachher durch das aufquellen des Gries und des Mehls noch etwas fester.
Durch den Zucker wird der Teig klebrig und hält gut am Haken und durch das Öl löst er sich nicht so schnell im Wasser auf. Von Aromen halte ich nichts, Vanille hat sich als Fischscheuche herausgestellt, wer will, kann mit diversen anderen Aromen durchaus experimentieren.


Schwimmer, Blinker aus dem Baum retten

 

Sollte der Wind mal einen Wurf so steuern, dass ein wertvoller Kunstköder oder Schwimmer im Baum hängen bleibt, hilft es manchmal, in den Spitzenring einer Angelrute eine brennende Zigarette zu klemmen und damit zu versuchen, am Ast die Angelschnur durch zu schmelzen.


 

Vorfächer sicher aufbewahren
 
 

Das erklärt sich fast von selber, ein Stück Rohrisolierung, die Vorfächer aufwickeln und durch die Schlaufe am Vorfachende mit Stecknadeln festmachen. Das ganze passt saugend in eine Bonbondose. 

 

 
Wirbel aufbewahren
 
 

So können sie problemlos einzeln am Wasser auch mit klammen Fingern entnommen werden. Mehrere Sicherheitsnadeln passen in ein Zigarrenröhrchen.

 

Es gibt Situationen, wo zum Beispiel eine leichte Posenmontage mal weit geworfen werden muss.
 
Eine Leichte Montage weit werfen
 

kann man, indem man schon zu Hause "Wurfgewichte" selber herstellt. Diese sind aus 2 bis 3 Zuckerwürfeln, die mit wasserlöslicher PVA Schnur zusammengebunden werden. Diese Pakete kann man in einer trockenen Frischhaltedose ans Wasser transportieren und dort am Haken einhängen. Nach dem auswerfen sinkt die Montage ganz kurz unter um dann nach kürzester Zeit an der Wasseroberflächen aufzutauchen.

 


Eine Umspulstation entsteht
 
 

Die Grundlage ist ein Nähmaschinenmotor mit Drehzahlregulierung mittels Fußpedal. Auf die Achse wurde ein handelsübliches Schnellspannbohrfutter angepasst und aufgeschraubt.

 
 
An die Grundplatte aus 10mm Sperrholz werden zwei Leisten geleimt, auf denen die Station stehen soll.
 
 

Oben auf die Grundplatte werden ebenfalls zwei Leisten befestigt, an denen mit 6mm Schlossschrauben der Motor und ein Vierkantstab aus Aluminium festgeschraubt wird. In diesen Stab werden zuvor oben drei Gewindelöcher 8mm, 4mm und 3mm geschnitten. In diese Löcher kommen wechselweise Gewindestäbe, welche die Spulen mit der Angelschnur aufnehmen sollen.

 

Der originale Stecker wäre dem Bohrfutter im Weg, also musste ich die Kabel fest anschließen und die Steckerkontakte mit einem Stück Plaste abdecken. Wichtiger Hinweis

 
 

Hier die fertige Station. Die Spule auf der Motorachse wird mit einem passenden Gewindestab und dort mit zwei Holzkugeln fixiert. Die große Spule im Vordergrund, von der die Schnur abläuft, steckt auf einer passenden Metallhülse, die mit einer Flügelmutter auf dem Gewindestab festgeschraubt ist.

 

Fazit: Zum Umspulen braucht man einen sehr sensiblen Zeh auf dem Pedal, ich hätte nicht gedacht, wie leicht der Vorgang bei Vollgas aus dem Ruder laufen kann. Etwas Feinschliff ist noch nötig, das wird sich im weiteren Gebrauch zeigen.  Alles in Allem aber ein durchaus praxistaugliches Ding. Ich kann mir vorstellen, dass es noch mit verschiedenen Adaptern sowie einem Rollenhalter für Multirollen ergänzt wird.

nach oben