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Elberadweg 2004 |
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Vom 21. bis zum
27. Juni 2004 unternahmen meine Frau und ich den zweiten Anlauf, per Rad nach Hamburg zu
gelangen. Im vergangenen Jahr mussten wir vom Weserradweg kommend in Hamburg
nach Hause fahren. Deshalb wollten wir 2004 diese schöne Strecke entlang der Elbe auch noch kennen lernen. Besonders in Torgau zur Sächsischen Landesausstellung und in Dessau zum Bauhaus waren längere Aufenthalte fest geplant. Leider machte uns diesmal das Wetter zu schaffen. |
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| Angaben zum Gepäck habe ich schon 2003 gemacht, daran hat sich nicht viel geändert, nur nahmen wir das "Zuviel" vom vorigen Jahr nicht wieder mit. | |
| Anders als 2003 übernachteten wir nicht mehr in Jugendherbergen, wir wollten soweit fahren, bis es uns irgendwo gefällt und uns dann ein Quartier im jeweiligen Ort suchen. Das hat auch immer gut funktioniert, überall am Radweg gibt es preiswerte Übernachtungen, wo man als Radler für eine Nacht oder länger aufgenommen wird. Die Preise liegen pro Person zwischen 15 und 25 Euro, also finanziell kein Unterschied zur Jugendherberge, dafür wesentlich komfortabler. | |
| 21.Juni | |
| Von Dresden nach Mühlberg/ Elbe, 78km | |
| Das ist eigentlich unser gelegentlicher Sonntagsausflug. Am linken Ufer vorbei an der Gohliser Windmühle überquerten wir auf der Eisenbahnbrücke die Elbe. | |
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| In Meißen die erste Pause mit Blick zum Meißner Dom. | |
| Von hier fuhren wir auf der rechten Elbseite vorbei an Riesa nach Mühlberg. Die Stadt hat dem Hochwasser 2002 erfolgreich Widerstand geleistet. Hier haben wir bei lieben Verwandten übernachtet. | |
| 22.Juni | |
| von Mühlberg nach Torgau, 26km | |
| In Mühlberg wechselten wir mit der Gierfähre zum linken Ufer und machten in Belgern Pause auf dem Markt beim Roland. Er wurde 1610 aus Elbsandstein errichtet. | |
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Von Belgern ist
man schnell in Torgau. Das war aber schon das heutige Tagesziel. Hier
wollten wir unbedingt die Sächsische Landesausstellung "Glaube und Macht" im
Torgauer Schloss sehen. Am Nachmittag unternahmen wir noch einen ausgiebigen Stadtbummel. Jeden Tag um 18 Uhr ist vor dem Hotel "Goldener Anker" Treff zur kostenlosen Stadtführung. Der Hotelier führte uns persönlich auf unterhaltsame Weise durch Torgau, das sollte sich keiner entgehen lassen. Am Abend tranken wir dann noch mit vier anderen Elbradlern ein Bier in der gemütlichen Gaststätte "Herr Käthe". Der Name ist eine augenzwinkernde Anspielung auf die Frau von Martin Luther, die wohl die Hosen anhatte, was ja heute nicht mehr vorkommen soll. |
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| 23. Juni | |
| von Torgau nach Elster, 57km | |
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Heute ging es bei Rückenwind und Sonnenschein von Torgau nach Dommitzsch und
weiter zur Gierfähre in Pretzsch. Auf der anderen Elbseite ab Klöden fing es
an zu regnen. Nach einer Fahrt von anderthalb Stunden in Regensachen war
dann in Elster unser Elan zum Erliegen gekommen. Bei Frau Hiob auf der Wittenberger Straße wurden wir freundlich aufgenommen und konnten unsere Sachen zum Trocknen aufhängen. Das Zimmer war wundeschön, nach einem späten Mittagsschlaf gingen wir noch an der Elbe ein Stück und Abends dann noch zum Italiener. |
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| 24. Juni | |
| von Elster nach Dessau, 55km | |
| Zunächst fuhren wir bei Gegenwind bis Wittenberg, wo wir Luthers Spur wieder aufnahmen. Für die Stadt und den Marktplatz nahmen wir uns Zeit. Das Tagesziel war aber Dessau. | |
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| In Coswig/ Anhalt ging es noch mal auf eine Fähre. Von hier bis nach Wörlitz führte der Radweg durch den Wald, so das wir uns vom Gegenwind erholen konnten. den Wörlitzer Park ließen wir an diesem Tag links liegen, hier waren wir schon, und nur für einen Kurzbesuch ist es dort viel zu schön. | |
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Hier sieht man die Brücke der A9 über die Elbe, von hier geht es auf einem
schmalen Deich weiter, wo uns starke Windböen zu schaffen machten. Bis nach Dessau führt der Radweg dann wieder durch Wald, vorbei am Forsthaus Leiner Berg entlang dem Fürst-Franz-Weg über die Mulde auf einer wunderschönen gedeckten Holzbrücke. |
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| In Dessau wurden wir bei Familie Linde auf der Isarstraße freundlich im Empfang genommen. Hier war ein Besuch des Bauhauses geplant. Zu Fuß ging es vorbei an den Meisterhäusern zum Bauhaus. | |
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| Unterwegs konnten wir in einem Spiegel sehen, dass Radfahren wirklich schlank macht. | |
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| Vom Bauhaus hatten wir uns mehr versprochen. Weihnachten 2003 waren wir in Weimar in der dortigen Bauhausausstellung und dadurch wohl mit zu großen Erwartungen hierher gekommen. Die Ausstellung war uns zu klein und das Haus als Kulturdenkmal machte innen einen vernachlässigten Eindruck. | |
| 25.Juli | |
| von Dessau nach Barby, 40 km | |
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Ausgeschlafen ging es zunächst bei Sonnenschein nach Aken. Das Bikeline
Radtourenbuch verzeichnet hier noch eine Baustelle, inzwischen ist der Weg
hier aber wieder befahrbar. In Aken wechseln wir mit der Fähre an das andere Ufer. Gegen Mittag fing es wieder an zu regnen. Wir beschlossen in Walternienburg links zurück über die Elbe nach Barby zu fahren und hier zu übernachten. |
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| In Barby fanden wir ein Zimmer in der Pension "Ulla", die uns der Fährmann empfohlen hatte. Am Abend sahen wir uns noch die Stadt an, deren Namen übrigens nichts mit den Puppen zu tun hat. | |
| 26. Juni | |
| von Barby nach Buch, 108km | |
| Am Morgen war es noch kühl und windig. Wir fuhren über die Eisenbahnbrücke und auf dem elbnahen Weg nach Dornburg. Hier stießen wir wieder auf den Elberadweg . | |
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| Weiter ging es über Pretzien, Elbenau, Randau nach Magdeburg. Nach einer schönen Fahrt über malerische Elbdeiche machten wir in Magdeburg eine Mittagspause und beschlossen weiterzufahren, zumal sich die Sonne durch einige Lücken in den Wolken wieder sehen ließ. | |
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| Hinter Magdeburg bei Hohenwarte überquert der Mittellandkanal die Elbe. Vom Wasserstraßenkreuz ging es auf einer ruhigen Landstrasse entlang des Elbe-Havel-Kanales über Niegripp und Schartau zur Fähre Rogätz. Unser Ziel war heute Grieben, aber im einzigen Quartier am Ort war am Sonnabend keiner zu Hause. | |
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| Also fuhren wir weiter nach Buch. Hier fanden wir ein sehr schönes Quartier bei Familie Rettig in der Breiten Straße 35. Das einstige Armenhaus des Dorfes hat die Familie liebevoll restauriert. Hier ein Bild vom Hof. | |
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Hier die Anschrift des wirklich empfehlenswerten Quartiers: Günter Rettig Breite Straße 35 39517 Buch Tel. 039362/81655 |
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| Der imposante Roland von Buch. | |
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| Und noch eine Überraschung erwartete uns hier, "Roland Gärtchen", die einzige Gaststätte im Ort, mit lecker lecker Bratkartoffeln und Sülze. Dazu gab es knackig frischen Salat. | |
| 27. Juni | |
| von Buch nach Tangermünde, 9km | |
| Als wir am Morgen von den beiden Hähnen auf dem Hof von Familie Rettig geweckt wurden, regnete es schon wieder. Wir hatten nur Sorge, dass der Tisch unter der Last des üppigen Frühstücks zusammenbrechen könnte. Nach dem fürstlichen Mahl beschlossen wir, wegen des Wetters unsere Fahrt in Tangermünde zu beenden. So fuhren wir noch die 9 km und hatten noch genügend Zeit, uns noch die schöne alte Stadt anzusehen. | |
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| Mit dem Wochenendticket der Bahn ging es über Stendal, Magdeburg, Halle, Leipzig zurück nach Dresden. | |
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| Fazit: Es ist auf alle Fälle ratsam, diese Tour in der anderen Richtung von Hamburg aus zu unternehmen. So hat man überwiegend Rückenwind. Das haben wir uns für eine nächste Gelegenheit vorgenommen, da werden wir mit dem Auto nach Magdeburg fahren, von dort mit der Bahn nach Cuxhaven und so auch das letzte Stück dieses schönen Radweges kennen lernen. | |
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