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Warum soll man Lautsprecher selbst bauen? Wem die Holzbearbeitung Spaß macht, der kann
die Gehäuse selber bauen. Man kann auch einen Tischler beauftragen.
Unter dem Strich kostet so eine Lautsprecherbox aber immer viel weniger als
ein vergleichbarer Fertiglautsprecher. Die Arbeitsstunden sollte man nicht
mitrechnen, schließlich ist Lautsprecherselbstbau eine Leidenschaft.
Außerdem kann man das Aussehen und den Klang seinen persönlichen Vorlieben
anpassen.
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Meine VISATON-
Lautsprecher mit dem W130 S und der Hochtonkalotte DT 94
sind inzwischen auf Betreiben der Hausfrau mit nicht nur einer Träne im
Knopfloch wie auch die Rearlautsprecher
veräußert und gegen CANTON Brüllwüfel dezenterer Erscheinung getauscht. Es
waren geschlossene Gehäuse, oben eine Kammer von 10 Litern, darin
spielt der W130 gut. Den Hochtöner habe ich mit einer Laubsäge an den
Tiefmitteltöner angepasst (vorher die Kalotte mit Klebeband abgedeckt), so
rücken die beiden optisch und akustisch ein wenig näher zusammen. Die obere
Kammer war in beiden Lautsprechern mit je einem halben Wollpullover
ausgestopft, Schafwolle soll ja gut sein, und ein alter Pullover ist
preiswerter als zwei Beutel Schafwolle.
Die untere Kammer beherbergt die Weiche (nach F.Hausdorf, Handbuch der
Lautsprechertechnik, S.93), und wurde mit
Quarzsand aus dem Baumarkt gefüllt, damit sie nicht gleich umfallen, wenn
ich mit dem Staubsauger anstoße.
Die Bretter für das Gehäuse sind MDF 19mm. Ich lasse mir im Baumarkt
Streifen mit der benötigten Breite schneiden und säge sie dann zu Hause
passend, wegen der Gehrungen.
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Hier sind meine besonderen Lieblinge, ich habe sie
ursprünglich in Verbindung mit einem Eigenbau
Röhrenvorverstärker
und einer ebenfalls
selbstgebauten 2x 20 Watt Transistor- Endstufe als PC- Lautsprecher
verwendet, aber
eigentlich zum Musikhören in hoher Qualität während der Arbeit am Computer.
Inzwischen ist die beschriebene Verstärkerkombi außer Dienst gestellt. Die
beiden hängen jetzt mit am unten erwähnten Technics Receiver, der ja zwei
schaltbare Lautsprecherausgänge hat. Die Außenmaße der Gehäuse sind B/H/T 15x20x23cm. So ergibt sich bei
19mm MDF ein Volumen von ca. 3,4 Liter, welches ich pro Box mit einem
Wollpullover- Ärmel gefüllt habe.
Zur Frequenzganglinearisierung
im Mitteltonbereich ist noch ein Korrekturglied aus Spule, Kondensator und
Widerstand nach "Klang & Ton" in Reihe eingefügt. Der Klang ist umwerfend,
wie bei diesen exzellenten Breitbändern auch zu erwarten
war. Sie spielen nur bis etwa 200 Hz hinab, weshalb ich sie mit einem CANTON
AS 10 Aktivsubwoofer laufen lasse, den man aber kaum hört, sondern nur
eben ahnt. Hier die
Daten der Lautsprecher.
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SOLO 100 |
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Das ist ein
Bauvorschlag von VISATON, den kompletten Bausatz mit sämtlichen
Teilen wie Chassis, Weichenbauteile, Schrauben und Dämmmaterial kann man
dort bestellen. Die Gehäuse habe ich selber geschreinert, über die Bauphase
will ich aber einen Mantel decken, es war mit meinen bescheidenen Mitteln
und Werkzeugen ein wenig abenteuerlich, doch das Ergebnis heiligt die Mittel.
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Dieses Bild ist noch vor dem Umzug in der alten Wohnung entstanden. Die verwendeten Lautsprecherchassis sind
die überragenden VISATON B200 Breitbandlautsprecher. Das gesamte Musiksignal
wird nur von einem einzigen Lautsprecherchassis übertragen.
Das Lack Finish ist OBI Granitlack, 9 Dosen. Ich habe als Grundierung mit der
Schaumstoffrolle Grau aufgetragen, dadurch habe ich so viel Granitlack
gebraucht, ehe das Grau überdeckt war. Besser wäre wohl gwesen, schwarz zu
grundieren. Als Abschluss habe ich mit der Rolle noch Seidenmattlack farblos
aufgebracht.
Wie klingen sie nun? Die SOLO ist in unserem Raum von 18 m² mehr als genug.
Sie macht genügend Druck, und das ganz locker ohne angestrengt zu wirken.
Der Sony Receiver, der sie hier noch antreibt, hat schätzungsweise 40 bis 50 Watt, das
reicht der SOLO völlig. Ich hatte ihn ausgewählt, weil ich beim Musikhören
auch was Schönes sehen wollte, das Auge hört bekanntlich mit.
Bei AC/DC oder bei den Beastie Boys ( "No sleep till Brooklyn" oder "Time to
get ill") knallt es gewaltig. Bei den Chemical Brothers zum Beispiel
produzieren sie spürbaren Bass, einfach verblüffend.
Frauenstimmen sind das Sahnehäubchen, Stina Nordenstam steht leibhaftig im
Raum. Wer sich den B200 ausgedacht hat, hat ihn für solche Stimmen gemacht.
Auch Tokunbo Akinro von Tok Tok Tok kann man förmlich in ihre schwarzen
Augen sehen.
Auch große Instrumente werden mühelos in den Raum gestellt. Der
Steinway von
Michel Petrucciani steht in voller Größe vor den Boxen.
Das Requiem KV 626 von W. A. Mozart höre ich in einem Stück. Meine
Lieblingsaufnahme ist eine Naxos CD (Nr. 8.550235) mit dem Slowakischen Philharmonischen
Orchester und Chor, dazu brauche ich jetzt zirka zwei Päckchen Tempos, so
viele Emotionen bringt die SOLO rüber. Diese Aufnahme gibt es auch als DVD.
Fazit: Die SOLO bringt es auf den Punkt, und das im wahrsten Sinne des
Wortes. |
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Rearlautsprecher fürs
Heimkino |
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Sie
sollten die gleiche Bestückung haben, wie die Frontlautsprecher, also
VISATON W130S und DT 94 und sind inzwischen auch den Weg alles Irdischen
gegangen siehe oben. Ich hatte hier Gehäuse von einem früheren Projekt verwendet, mit Hilfe einer
kleinen
Excel-Datei
errechnete ich aus dem gegebenen Volumen von 5,5 Litern eine
Bassreflexabstimmung auf 71Hz. |
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Jetzt steht mit der
Freeware Boxsim ein
kinderleicht zu bedienendes Programm zur Verfügung, mit dem sich die
Eigenschaften des geplanten Lautsprechers schon vor dem Bau simulieren
lassen. |
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Anhand
der Schaltung der Frequenzweiche, die man mit Boxsim erstellt, kann man
schon den zu erwartenden Frequenzgang sehen. Da es sich hier lediglich um
kleine Rücklautsprecher handelt, habe ich die Schaltung finanziell nicht
allzu sehr ausufern lassen. |
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Der
resultierende Frequenzgang ist hier zu sehen. |
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Downloads:
kostenloser Download
von Boxsim
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